Die Batterie bleibt der Pannenkoenig

Rund 353'000 Einsaetze fuhren die TCS-Patrouillen 2025, und in 43.9 Prozent der Faelle war die 12-Volt-Batterie schuld. Spannend: Elektroautos bleiben seltener liegen als Verbrenner, aber wenn, dann oft wegen desselben Bauteils.

Tanja Brunner • 3. Juli 2026 • 1 Min Lesezeit

Die Zahlen im Ueberblick
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er TCS hat seine Pannenstatistik fuer das Einsatzjahr 2025 vorgelegt: rund 353'000 Patrouillen-Einsaetze, gut 2 Prozent mehr als im Vorjahr [1]. Die Rangliste der Ursachen ist stabil, die Spitze wird sogar noch dominanter:

• 12-Volt-Batterie: 43.9 Prozent aller Pannen (Vorjahr 42.6)
• Reifen: 9.8 Prozent, Tendenz steigend, weil immer mehr Neuwagen ohne Ersatzrad ausgeliefert werden
• Motor und Motorelektronik: 9.1 Prozent
• Schliessanlage und Schluessel: 6.4 Prozent
• Generator und Starter: 5.7 Prozent

Der ADAC kommt in seiner Auswertung fuer Deutschland auf ein fast identisches Bild mit 44.9 Prozent Batterie-Anteil [2]. Das Problem ist also kein Schweizer Sonderfall, sondern Systematik: mehr Steuergeraete, mehr Standby-Verbraucher, mehr Kurzstrecke.

Elektroautos: seltener liegen geblieben, gleiche Schwachstelle

Die interessanteste Zahl steckt im Antriebsvergleich. Bezogen auf den Bestand rueckten die Patrouillen fuer Elektroautos seltener aus als fuer gleich alte Verbrenner [1]. Kein Wunder: kein Anlasser, kein Zahnriemen, keine Einspritzung. Aber wenn ein E-Auto steht, ist ueberdurchschnittlich oft die kleine 12-Volt-Batterie schuld, die Bordnetz und Steuergeraete versorgt. Die Hochvolt-Batterie selber taucht in der Statistik kaum auf

Mit einem BEV-Neuwagenanteil von inzwischen ueber 34 Prozent [3] wird diese Verschiebung die Pannenhilfe der naechsten Jahre praegen: weniger Abschleppen wegen Motorschaden, mehr Starthilfe der etwas anderen Art.

Was Halter daraus lernen
Drei Konsequenzen draengen sich auf:

• Batterie testen lassen, bevor sie ausfaellt. Ab fuenf Jahren Alter jaehrlich, viele Werkstaetten pruefen kostenlos. Ein Ersatz kostet planbar 150 bis 350 Franken, eine Panne kostet den halben Tag.
• Reifen-Pannenset verstehen. Wer kein Ersatzrad hat, sollte vor der Ferienfahrt einmal nachschauen, wie Dichtmittel und Kompressor funktionieren und ob das Dichtmittel nicht abgelaufen ist.
• Kurzstrecken-Profil kompensieren. Wer fast nur Kurzstrecke faehrt, haelt die Batterie mit einem Erhaltungsladegeraet fit. Das gilt fuer Verbrenner und Elektro gleichermassen.

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• Touring Club Schweiz (TCS): TCS Pannenstatistik 2026: Auswertung der Patrouillen-Einsaetze 2025, 24.06.2026 (Accessed 13.07.2026) www.tcs.ch/de/der-tcs/medien
Authority
• ADAC e.V.: ADAC Pannenstatistik 2026, 07.05.2026 (Accessed 13.07.2026) www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/unfall-schaden-panne/adac-pannenstatistik
Authority
• auto-schweiz, Vereinigung Schweizer Automobil-Importeure: Neuzulassungen Personenwagen Januar bis Mai 2026, 03.06.2026 (Accessed 13.07.2026) www.auto.swiss/statistiken/auto-zulassungen
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